Die Carl-Todt-Stiftung

Am 29. Januar 1994 hat Frau Christine Todt eine Stiftung errichtet, in die sie nach ihrem Ableben ihr nicht un­beträcht­liches Vermögen einzubringen wünschte. Sie nannte diese Stiftung nach ihrem Vater Carl Todt, der zu Beginn des Jahrhunderts als Studien­professor für die Fächer Griechisch, Latein und Evangelische Theologie am Gymnasium Steglitz tätig war.

Als junges Mädchen hat Christine Todt wohl manche Klage ihres Vaters gehört, daß am damals noch jungen Gymnasium Steglitz Bücher und andere Lernmittel fehlten. Prof. Todt hatte im Jahr 1904 die Betreuung der schmalen Schul­bibliothek übernommen, deren Erweiterung und Ver­voll­ständi­gung ihm besonders am Herzen lag.

Als die alleinstehende neunzigjährige Christine Todt im Sommer 1994 wenige Monate vor ihrem Tod ihr Testament errichtete, hat sie sich wohlwollend an die einstige Wirkungsstätte ihres Vaters erinnert.

Im April 1995 wurde von der Senats­ver­wal­tung für Justiz die Carl-Todt-Stiftung mit der eingereichte Satzung genehmigt, so daß die Zinsen des Stiftungs­ver­mögens nach Abzug der Inflationsrate und der Ver­wal­tungs­kosten des Stiftungs­kura­toriums der Schule zur Verfügung stehen. Die Rech­nungslegung hat der Verein der Freunde des Gymnasiums zu Berlin Steglitz übernommen.

Im Absatz 2 der Satzung ist der Stiftungszweck beschrieben: “Zweck der Stiftung ist die Förderung von Bildung und Erziehung am Gymnasium Steglitz”. Darunter fällt u.a. die Unterstützung sozial weniger gut gestellter Schüler­innen und Schüler, die Förderung des Schul­heim­projektes Altkünkendorf, die Erweiterung der Bibliothek und Anschaffungen, die nicht durch den öffentlichen Etat für die Schule gedeckt werden.

Gerade in finanziell schwierigen Zeiten ist das Gymnasium Steglitz der Stifterin besonders dankbar, daß es auf einige zusätzliche Mittel zurückgreifen kann.