Studien­beratung in barocker Kulisse

„Barock“ – dieser Begriff ist uns wohl am ehesten in Erinnerung geblieben, wenn wir an unsere Klassenfahrt letzte Woche denken. Da wäre die Asamkirche in Ingolstadt mit ihrer faszinierenden und perspektivisch sehr interessanten Deckenmalerei, die geschwungenen Hausfassaden in Pappenheim oder das imposante Hauptgebäude der Katholischen Universität in Eichstätt. Genau dort, in der 1732 errichteten Universität wurden wir einerseits von Herrn Schulte-Strathaus über die Möglichkeiten eines Studiums speziell an dieser Universität sowie von Frau Eder über die Vorgänge eines Studiums allgemein aufgeklärt.

Unter anderem für ihren Studiengang der Journalistik bekannt, ist die Universität eine kleine Uni mit mannigfaltigen Vorteilen: So sind alle wichtigen Gebäude innerhalb weniger Minuten zu Fuß erreichbar, sind also nicht über die ganze Stadt verteilt. Des Weiteren ist es den dort lehrenden Professoren und Professorinnen sehr wichtig, persönlichen Kontakt zu den Studierenden aufbauen zu können, der Studierende wird entsprechend nicht als Nummer gehandelt, sondern als wichtiges Mitglied der Uni-Gemeinschaft. Auch überfüllte Hörsäle und ein Mangel an Fachliteratur oder digitaler Ausrüstung sind an der Uni Eichstätt nicht zu erwarten, eher das ge­mein­schaft­liche Lernen im nahegelegen Wald. Natürlich sollte man es mit sich ausmachen, ob man in einer kleineren (ohne Frage sehr idyllischen) Stadt wie Eichstätt über Semester hinweg wohnen möchte. Wer aber ohnehin unter dem Lärm und der Anonymität einer Großstadt wie Berlin leidet, wird sicher glücklich sein, an der kleinen -man möchte fast sagen „gemütlichen“ Uni im Bereich der Geistes- oder Wirt­schafts­wissen­schaften ein Studium mit guten Berufschancen abschließen zu dürfen.

Auch wenn der Uni­versitäts­besuch nur eins der vielen Highlights unserer Fahrt nach Pappenheim war, so würde es sicher den Rahmen sprengen, über andere Erlebnisse wie die Ort- und Wortwanderung durch Pappenheim (wir wissen jetzt alles über die Etymologie der Pappenheimer In­fra­struk­tur, soviel sei gesagt) oder eine Paddeltour über die Altmühl zu berichten. Entsprechend bleibt nur noch zu erwähnen, dass unsere Klassenfahrt trotz des ungemütlichen Wetters sowohl erholsam als auch er­kenntnis­reich war und wir uns ganz herz­lich bei all den netten Leuten, die uns u.a. auch die Führungen durch die Audi-Werke und die Pappenheimer Burg ermöglichten, bedanken möchten. Ich kann eine Klassenfahrt nach Pappenheim (wie ich zugeben muss, zu meiner eigenen Überraschung) nur empfehlen und wünsche allen Lesern schöne Herbstferien!